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DESCRIPTION:Sollten radikale Linke parlamentarische Parteien unterstützen?
  Wie antikapitalistisch ist die Partei Die Linke? Brauchen die sozialen K
 ämpfe unserer Zeit eine Partei?\nBewegung im Parlament - Wählen für die
  Revolution?\nEinlass19:00 Uhr\, Beginn 19:30\nCentro Sociale (Saal)\n\n
 „Geh Wählen!“ schallt es von allen Seiten aus Anlass der Bundestagswa
 hlen. Sei es aus staatsbürgerlichem Pflichtgefühl\, „Für die Demokrat
 ie!“ oder „Gegen Rechts!“  Auch in herrschaftskritischen Kreisen\, d
 ie stets auf die Beschränkungen dieser Form von Partizipation am politisc
 hen Betrieb hingewiesen hatten.  \nSo konstatiert der Aufruf „WIR//JETZT
 //HIER“\, der zum massenhaften Eintritt in die Partei Die Linke aufruft:
 \n„Unsere zersplitterten sozialen Bewegungen brauchen – ebenso wie die
  fragmentierte Arbeiter:innenklasse – eine verbindende Organisation\, um
  wieder politisch handlungsfähig zu werden. DIE LINKE steht derweil an ei
 nem historischen Wendepunkt: Durch den Abgang des Wagenknecht-Lagers kann 
 sie sich entweder als eine solche verbindende Organisation neu aufstellen 
 oder in der Bedeutungslosigkeit versinken.“ \n\nSollten radikale Linke p
 arlamentarische Parteien unterstützen? Können antikapitalistische Forder
 ungen mit der Wahlurne umgesetzt werden? Wie antikapitalistisch ist die Pa
 rtei Die Linke? Brauchen die sozialen Kämpfe unserer Zeit eine Partei?\n\
 nLetztlich müssen alle für sich selbst entscheiden\, ob sie in der gegen
 wärtigen Situation\, in der Reaktionäre fast überall auf dem Vormarsch 
 sind\, ein vermeintliches oder tatsächliches kleineres Übel wählen. Das
 s sich das vermeintlich kleinere Übel als ein großes Übel herausstellt\
 , haben zuletzt SPD und Grüne demonstriert\, als sie vor der Jahrtausendw
 ende die Koalition aus CDU/CSU ablösten und Schröder an die Stelle von K
 ohl trat. Die Auflösung des sogenannten „Reformstaus“ durch die Agend
 a 2010 demonstrierte eindrücklich\, wozu der versprochene „Sozialreform
 ismus“ fähig ist\, wenn die kapitalistischen Umstände es verlangen: So
 zialstaatliche Leistungen wurden abgebaut und ihr Bezug erheblich erschwer
 t. \n\nTrotzdem hält sich hartnäckig die Hoffnung\, dass „es dieses Ma
 l“ ganz anders laufen könnte und der Parteieintritt aus politischer Per
 spektivlosigkeit weicht der Euphorie „quasi aus Versehen eine ernst zu n
 ehmende\, sozialistische Massenpartei" zu schaffen.\n\nRobert Schlosser (e
 hemals Gruppe oppositioneller Gewerkschafter) wird sich in seinem Vortrag 
 kritisch mit den sozialen Verheißungen des linken Wahl- und  Grundsatzpro
 gramms auseinandersetzen. Eine Partei\, die die ökonomische Befreiung von
  Lohnarbeit durch die Lohnarbeiter:innen selbst aus ihren Programmen gestr
 ichen hat\, bietet keine Perspektive für soziale Emanzipation.\n\nIm Rahm
 en von Schnöde Neue Welt – den kritischen Einführungswochen des AStA d
 er Uni Hamburg.
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