Staatsgewalt im Kapitalismus - mit Heide Gerstenberger
🌎Buchvorstellung & Vortrag: Staatsgewalt im Kapitalismus🌏Mit Heide Gerstenberger

Im Kapitalismus strukturieren Ausbeutung, Eigentum und Klassenverhältnisse unseren Alltag. Die Fragen, wer ein Leben lang arbeiten muss, um über die Runden zu kommen, wer nicht und wer in Krisen vom Staat gerettet wird, betreffen uns alle.
Doch in den Nachrichten oder im Fernsehen hören wir wenig von der Ökonomie – und nie ist von Kapitalisten die Rede. Stattdessen hören wir ständig von Staaten, die handeln, entscheiden oder scheitern. Politische Macht scheint vor allem als staatliches Handeln aufzutreten. Staaten beschließen Gesetze, führen Kriege, schließen Verträge.
Folgt man den Schriften von Friedrich Engels, von W. I. Lenin und der auch seither von vielen Kritikerinnen und Kritikern des Kapitalismus vertretenen Auffassung, so sind alle diese politischen Entscheidungen durch ökonomische Interessen verursacht. Doch seit Beginn des 20. Jahrhunderts gilt Theoretikerinnen und Theoretikern, die sich dem Historischen Materialismus verpflichtet wissen, das Verhältnis von Staat und Ökonomie im Kapitalismus als eine offene und ständig neu zu bearbeitende Frage.
Dieses Verhältnis wollen wir mit Heide Gerstenberger diskutieren. Die Gesellschaftswissenschaftlerin gibt einen Einblick in ihre jahrzehntelange Forschung zur Staatsgewalt in kapitalistischen Gesellschaften. Im Anschluss wollen wir gemeinsam aktuelle geopolitische Entwicklungen diskutieren und darüber sprechen, welche Konsequenzen sich daraus für unseren Kampf für Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Frieden ergeben.