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Iran 2026 - Zwischen Aufstand, Repression und internationaler Solidarität. Mit Kazem Moussavi

Veranstaltung zur aktuellen Protestbewegung im Iran, die sich gegen das klerikal-autoritäre Regime, Repression, Patriarchat und soziale Ungerechtigkeit richtet und an die "Jin Jiyan Azadi"-Bewegung anknüpft. Diskutiert werden die Dynamiken der Aufstände 2026 sowie die Rolle internationaler Solidarität, feministischer und antifaschistischer Bündnisse für eine emanzipatorische Perspektive jenseits der Islamischen Republik.

IRAN 2026 - Zwischen Aufstand, Repression und internationaler Repression. Veranstaltung mit Kazem Moussavi. Antifa-Tresen in der Roten Flora. Sonntag, 08.02.2026; Einlass 18 Uhr; Beginn 19 Uhr; Rote Flora. Unten rechts der Spruch: Jin Jiyan Azadi (mit Übersetzung: "Frau Leben Freiheit"). Oben rechts eine Gruppe Motorradfahrer in dunkler Kleidung. Und im linken, unteren Teil des Bildes eine Person, die in schwarzer Kleidung und Kapuze auf der Straße sitzt. Das Bild ist eine Aufnahme aus dem Protestgeschehen im Iran in Teheran Ende 2025

Seit Ende 2025 befindet sich der Iran erneut in massiven sozialen und politischen Unruhen. Was als Protest gegen wirtschaftliche Not, Korruption und staatliche Willkür begann, hat sich zu einem landesweiten Aufstand gegen das klerikal-autoritäre Regime entwickelt. Die Proteste richten sich gegen politische Repression, patriarchale Gewalt, religiösen Zwang und die systematische Unterdrückung von Frauen, queeren Menschen und Minderheiten.

Die aktuellen Entwicklungen knüpfen an die Jina-Revolution („Frau, Leben, Freiheit“) an. Sie sind Ausdruck eines anhaltenden feministischen und emanzipatorischen Widerstands, der grundlegende Freiheitsrechte, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit einfordert. Trotz massiver Gewalt, Verhaftungen, Todesurteilen und internationaler Abschottung hält die Protestbewegung an ihren Forderungen fest.

Die Islamische Republik reagiert mit brutaler Repression und versucht zugleich, sich international als stabiler Akteur zu inszenieren. Während Teile der internationalen Politik auf Appeasement oder Kooperation setzen, wird die Bedeutung transnationaler Solidarität und die Notwendigkeit klarer antifaschistischer Positionierungen immer offensichtlicher.

In der Veranstaltung spricht Kazem Moussavi über die Dynamiken der aktuellen Proteste, die Rolle feministischer und säkularer Kräfte, die Situation der iranischen Exil-Opposition sowie über die Notwendigkeit von Allianzen zwischen iranischen Aktivist:innen, Antifaschist:innen und Feminist:innen weltweit.

Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie Solidarität praktisch werden kann - gegen klerikalen und politischen Faschismus, gegen Patriarchat und Unterdrückung und für eine emanzipatorische Perspektive jenseits der Islamischen Republik.

Sonntag, 08.02.26 | Einlass ab 18 Uhr | Beginn um 19 Uhr | Rote Flora

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