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in Hamburg und Umgebung

Anarchismus wagen - Dystopien bekämpfen! Anarchistische 1. Mai Demonstration

Zwar schwelen unsere Kämpfe bloß an vereinzelten Orten, dafür aber weltweit - und wo wir sie zusammenführen, zünden sie Leuchtfeuer der Hoffnung auf eine andere Welt an. Gegen das Aufgeben und Verzweifeln; für das Wagnis einer besseren Welt! Auf die Straße am 1. Mai!

Die alte Welt liegt im Sterben. Nicht geräuschlos, sondern im Spektakel: Eine Menschheit gefesselt an Bildschirme, auf denen im Sekundentakt dem Leben ein Ende gemacht wird. Traumatisierende Bilder sofort verdrängt durch neue Schrecken. Rauch zieht auf an allen Horizonten; es ist die Zeit der Monster.

"Multiple Krisen" nennen Herrschende es beschwichtigend und meinen nur den nächsten Teil der Katastrophe, inmitten derer sie sich in ihren Palästen so gemütlich eingerichtet hatten. Unsägliche, immer raffiniertere Gewalt ist nötig, um Menschen, die kaum noch etwas zu verlieren haben, zurück auf ihren Platz zu verweisen und das System zusammenzuhalten.

Wer lohnabhängig ist, lebt in unlösbarem Widerspruch zur Welt der Milliardär*innen. Tech-Faschist*innen können es kaum erwarten, uns, die wir unsere Arbeitskraft verkaufen müssen, endlich loszuwerden. Wir scheinen verdammt, nur ein Produkt, eine Zahl, eine Ansammlung von Daten zu sein. Jedes einzelne schillernde Versprechen des Kapitalismus ist gebrochen worden.

Arbeitsverweigerung, Nicht-Anpassung und auch antifaschistische Praxis werden in Schach gehalten mit Knast und Polizei. Eine Lust an der Zerstörung als Vorwurf gegen den Anarchismus erscheint als Farce im Angesicht dessen, was die herrschende Klasse tagtäglich ungestraft anrichtet.

Als Anarchist*innen sind wir voll Trauer über eine Welt, die uns verloren geht. Aber wir wissen auch, dass kein*e Präsident*in, kein soziales Netzwerk, kein Militär der Welt uns unsere Überzeugung nehmen kann: Eine Vision gleichberechtigter Menschen, die sich frei assoziieren. Anstatt uns dem Spektakel zu ergeben, bekennen wir uns also lautstark zu unserer Feindschaft gegenüber allen Profiteur*innen und Handlanger*innen der Dystopie. Zum sozialen Krieg und zur Menschlichkeit revolutionärer Gegengewalt.

Zwar schwelen unsere Kämpfe bloß an vereinzelten Orten, dafür aber weltweit - und wo wir sie zusammenführen, zünden sie Leuchtfeuer der Hoffnung auf eine andere Welt an.

Gegen das Aufgeben und Verzweifeln; für das Wagnis einer besseren Welt! Auf die Straße am 1. Mai!

Barriereinfos zur Demo & unseren Veranstaltungsmonat findet ihr unter sr1m.tem.li

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