BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:icalendar-ruby
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
DTSTAMP:20260714T133034Z
UID:84a9cdc4-931d-48bb-b6c7-26a929d97f0f
DTSTART:20260523T070000
DTEND:20260523T230000
CLASS:PRIVATE
DESCRIPTION:Kick off gegen die olympische Katastrophe  \nKnow Your Enem
 ies  \nProgramm Veranstaltungszelt Ludwigstraße\n\n15:30 Sternbrücke
 : Verloren und doch gewonnen!\n6 Jahre Protest und wie es weitergeht. Mit:
  Ini Sternbrücke und Bündnis Kulturszene Sternbrücke\nhttps://www.insta
 gram.com/initiativesternbruecke\n\n17:00 Olympia: Ein Alptraum für die An
 wohner*innen?\nWelche Auswirkungen Olympia für das Schanzenviertel\, St. 
 Pauli und umliegende Quartiere hätte. \nhttps://www.instagram.com/nolym
 pia.hamburg\n\nProgramm Bühne Schanzenstraße\n\n14:04 To Red Boys\nhttps
 ://tooredboys.bandcamp.com/\n\n15:00 Kundgebung mit:\n\nLobbygruppe gegen 
 Verdrängung und Diskriminierung \nhttps://www.instagram.com/lovd2030\n\
 nCopwatch \nhttps://www.instagram.com/copwatch_hh \n\nBündnis Hansapl
 atz \nhttps://www.instagram.com/buendnishansaplatz \n\nInitiative Ster
 nbrücke \nhttps://www.instagram.com/initiativesternbruecke\n\n15:40 Re:
 Wollte\nAkustik Streetpunk\nhttps://linktr.ee/rewollte \n\n16:30 Kundgeb
 ung:\nNolympia Hamburg – Nein zu olympischen Spielen \nMit aktuellen I
 nformationen von https://www.instagram.com/nolympia.hamburg\n\n17:11 Fun t
 otal\nPostpunk \nhttps://funtotal.bandcamp.com \n\n18:07 Strunk (Fäll
 t leider aus)\n18:07 Nixda\nPunk aus Hamburg\nhttps://nixda-punk.jimdofree
 .com\n\n19:10 Kem Trail\n8-Bit Elektropunk\n https://kemtrail.bandcamp.c
 om/music \n\n20:03 Jesus Skins\nNOilympischer Segen \n\n21:08 MCE + L-
 Sura\nKiezrap Connewitz\n https://www.instagram.com/mce_offiziell/\nhttp
 s://www.instagram.com/l_sura_/\n\nInfos und Orga: https://schanzenfest.nob
 logs.org\nKontakt: antifaschanzenfest@nadir.org \n\nMehr Informationen u
 nd Argumente gegen Olympia: https://www.nolympia-hamburg.deDer Senat balle
 rt und trommelt mit Millionenbudgets und Drohnenflugshows für eine Olympi
 abewerbung. Da wollen wir nicht hintenanstehen\, steigen mit in den Ring u
 nd kündigen an\, das Schanzenfest 2026 ganz dem antiolympischen Gedanken 
 zu widmen.\n\nUm rechtzeitig vor dem Referendum ein Ausrufezeichen zu setz
 en\, findet das Fest bereits am 23. Mai statt. Wir laden ein\, es als Büh
 ne für eine antiolympische Gala der Widerständigkeiten zu nutzen. In Anl
 ehnung an das Motto der Pro-Olympia-Kapangne stellen wir fest: Keine Schan
 ze für die Spiele!\n\nWir blicken dabei über den Stadtteil hinaus und ha
 ben auch die globalen Verhältnisse im Blick. Denn Olympia wäre nicht nur
  für Hamburg eine Katastrophe\, sondern bedeutet überall Ausgrenzung\, R
 epressionen\, gentrifizierungsverwüstete Stadtteile und brachliegende üb
 erdimensionierte Sportstätten als Vermarktungsruinen des Sports.\n\n23. M
 ai 2026 Schanzenfest  \nKick off gegen die olympische Katastrophe  \
 nKnow Your Enemies  \n\nDas Schanzenfest findet in diesem Jahr bereits
  im Mai unmittelbar vor dem Referendum gegen olympische Spiele in Hamburg 
 statt. Das Fest versteht sich als „Kick off“ und autonomer Auftakt\, a
 ls Ausdruck unserer Widerständigkeiten und Bereitschaft\, für die Zugän
 glichkeit städtischer Räume und gegen olympische Monstrositäten und Sic
 herheitsarchitekturen zu kämpfen.   \n\nWir rufen dazu auf\, sich am 
 Referendum zu beteiligen und gegen die geplante Bewerbung für olympische 
 Spiele in Hamburg 2036-2044 zu stimmen. Allein schon aus dem Grund\, dass 
 wir es der millionenschweren Propaganda nicht noch einfacher machen wollen
 .  \n\nGleichzeitig und vor allem kündigen wir jedoch an\, dass für un
 s das Ergebnis des Referendums völlig ohne Belang ist. Der Senat hält si
 ch ohnehin nicht an Ergebnisse. Statt dessen werden Ressourcen verschwende
 t\, indem solange immer wieder neu abgestimmt wird\, bis das Ergebnis irge
 ndwann passt.   Generell halten wir es für problematisch\, wenn Mehrh
 eitsentscheidungen getroffen werden\, von denen vor allem ärmere und ausg
 egrenzte Bevölkerungsgruppen betroffen sind.\n\nIm Zuge der olympischen S
 piele 2024 in Paris\, für die sich Hamburg ebenfalls bewerben wollte\, wu
 rden laut Ärzte ohne Grenzen rund 20.000 Wohnungslose\, Sexarbeiter*innen
  und Drogenkonsument*innen gewaltsam aus innenstädtischen Bereichen vertr
 ieben und mit Bussen in die Vororte verfrachtet\, um den schönen Schein z
 u wahren.  \n\nUnser Widerstand als Nachbar*innen und direkt Betroffene ge
 gen olympische Spiele endet nicht mit dem Referendum. Es ist für uns ein 
 Mobilisierungspunkt für weitere überregionale und internationale Mobilis
 ierungen\, um die Olympiadiskurse nachhaltig zu verschieben. Wir schließe
 n uns den Aktivist*innen in Mailand an\, welche die olympischen Winterspie
 le 2026 unter dem Slogan „Know your enemies!“ mit zahlreichen Proteste
 n begrüßt und eröffnet haben.  \n\nIm Zentrum der olympischen Idee 
 steht nicht der Sport\, sondern ein gigantisches Marketing\, welches weltw
 eit Bauruinen und gentrifizierungsverwüstete Stadtteile hinterlässt. Wir
  werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren\, als nächstes von dieser me
 nschengemachten Katastrophe heimgesucht zu werden. Wir werden nicht zur Fu
 ßnote der olympischen Erzählung von nicht erreichten Planungszielen\, h
 öheren Kosten\, Umweltzerstörung\, explodierenden Mieten\, Vertreibung u
 nd Repressionen\, sondern machen uns im Schanzenviertel und anderen betrof
 fenen Stadtteilen auf den Weg\, die Geschichten umzuschreiben. \n\nDas o
 lympische Katastrophenzenario befördert den Klimawandel und steht für Re
 ssourcenverschleuderung\, für massive Korruption und die Umschichtung von
  öffentlichen Geldern von unten nach oben. Reiche werden in diesem Prozes
 s reicher\, während alle anderen ärmer werden und die Folgen dieser Entw
 icklung scheinbar gesetzmäßig finanzieren und ausbaden sollen. Wenn wir 
 Olympia bekämpfen\, bekämpfen wir Zustände\, die uns auch im Alltag beg
 egnen. In diesen Kämpfen können wir in Hamburg auf einen reichen Erfahru
 ngsschatz von Straßenprotesten und erkämpften Projekten als soziale Basi
 s zurückgreifen.   \n\nDie von Politik und Wirtschaft vorangetriebene
  Pro-Olympia-Kampagne hat sich für ihre Kick Off-Veranstaltung zur Olympi
 abewerbung 2036-44 ausgerechnet den begrünten ehemaligen Weltkriegsbunker
  „Flakturm IV“ am Heiligengeistfeld ausgesucht. Hundert Jahre nach den
  faschistischen olympischen Spielen 1936 in Berlin offenbart dieser Ort ei
 n besonderes Verständnis für Erinnerungskultur seitens der Hamburger Oly
 mpia-Kampagne.  \n\nDer Nationalsozialismus wird zur Silhouette und nach
 rangigen Anekdote eines Deutschland\, das sich über den Sport als friedli
 ches und weltoffenes Land präsentiert. Während Faschist*innen in die in 
 mehreren Ländern in Regierungsverantwortung drängen\, Gewalt gegen FLINT
 A’s\, Antisemitismus und Rassismus zunehmen und die AFD die nationalsozi
 alistischen Verbrechen als Fliegenschiss deutscher Geschichte bezeichnet\,
  ist dies kein kleiner Fehler\, sondern einer ums Ganze. Wir mögen uns ga
 r nicht vorstellen\, welche weiteren Fehlgriffe und Geschmacklosigkeiten w
 ir im Fall einer erfolgreichen Bewerbung zu erwarten haben. \n\nAnti-Olymp
 ia Aktivist*innen\, antirassistische St. Pauli-Fans und Freund*innen ander
 er Vereine haben dankenswerterweise auf dem Heiligengeistfeld gegen die Ve
 ranstaltung protestiert und spontan einen NOlympia Schriftzug formiert.\n\
 nDie olympischen Spiele stehen nicht für Amateursport oder Interessen von
  Sportvereinen\, sondern für alles\, was Fans am modernen Fußball ablehn
 en. Investoren\, Korruption und eine Vermarktung\, die über alles geht un
 d die Regeln des Spiels neu definieren will. Die Art und Weise\, wie von d
 er Stadt bereits im Bewerbungsprozess Geschenke für Stadionaus- oder Neub
 auten für den HSV und FC St. Pauli versprochen werden\, werten wir als pl
 umpe Bestechung\, um Zustimmung zu erreichen und gesellschaftliche Widersp
 rüche ruhigzustellen. \n \nDie Wirklichkeit ist weit davon entfernt\,
  ein olympisches Dorf zu sein. Und wir werden dieses nicht in Hamburg will
 kommen heißen. Bei allen Olympiaplanungen sind die westlichen inneren Sta
 dtteile in besonderer Weise von den Folgen betroffen. St. Pauli und das Sc
 hanzenviertel verwandeln sich bei diesen Planungen in Sicherheitszonen\, g
 egen welche die Austragung des G20 Gipfels 2017 ein Hafengeburtstag war. 
  \n\nDafür braucht es keine ICE-Beamt*innen aus den USA wie bei den oly
 mpischen Winterspielen in Mailand. Rassistische Kontrollen und zunehmende 
 Vertreibung prägen bereits jetzt den Alltag auf St. Pauli. Im Rahmen der 
 Austragung von olympischen Spielen werden Zumutungen und Repressionen zune
 hmen. Kameraüberwachung\, Drohnen und Hubschraubereinsätze\, Sicherheits
 zonen mit Beschränkungen für Anwohner*innen und Gebietsverbote für Mens
 chen mit dem falschen Wohnort oder ohne festen Wohnsitz werden nicht einig
 e Tage wie zum G20-Gipfel andauern\, sondern wochenlang das Leben in der S
 tadt bestimmen. Für Villenbesitzer*innen und mögliche Olympiabefürworte
 r*innen in idyllischen Vororten kein Problem\, für alle direkt Betroffene
 n\, die in den inneren Stadtteilen leben und nicht auf der Sahnehaube schw
 immen\, ein ganz gewaltiges.   \n\nWas in Hamburg fehlt\, sind nicht 
 überdimensionierte Sportstätten und Infrastruktur für Großveranstaltun
 gen\, sondern Sportstätten für Schulen und den Amateurbetrieb. Medien be
 richteten 2025\, daß der Hamburger Senat einen Finanzrahmen von ca. 9 Mil
 lionen Euro für die Bewerbung 2036-44 beschlossen hat. Am selben Tag wurd
 en weitere geplante Kürzungen bei Stadtteilprojekten für Kinder\, Jugend
 liche und Familien bekannt. Einrichtungen drohen Schließungen\, da Mittel
  für Personal\, Honorare und Mieten fehlen. Trägerverbände sprechen von
  einer „Notlage“ und unzureichender Unterstützung. Selbst der Rechnun
 gshof kritisierte pauschale Kürzungsvorgaben\, da Hamburg im Haushalt eig
 entlich genügend Geld hat. Die Frage ist\, wofür es ausgegeben wird.\n\n
 Wir antworten darauf: Spiele verpisst euch\, Refugees welcome! Gelder\, di
 e bereits für die Olympiabewerbung verschleudert werden\, wären besser a
 ngelegt in Förderung der Seenotrettung\, in günstigem Wohnraum\, Bildung
  oder Stadtteilprojekten.  \n\nHamburgs Erster Bürgermeister Peter Ts
 chentscher hat andere Vorstellungen und antwortet darauf\, es gehe um inte
 rnationale Aufmerksamkeit. Mal ganz ehrlich: Verarschen können wir uns se
 lber. Aber Olympia passt natürlich wie Arsch auf Eimer zum gewohnten Weg 
 des Senats: Hauptsache laut\, groß und teuer. Im Ergebnis gerne überdime
 nsioniert und Scheiße. Unter einem Elbtower geht es nicht\, denn die Mark
 e Hamburg hat Vorfahrt vor sozialen Fragen.  \n\nNolympia in Hamburg 
 – Keine Schanze für die Spiele\n\nAber wenn es um internationale Aufmer
 ksamkeit geht\, nehmen wir es sportlich und steigen in den Ring. Hamburg h
 at nach dem G20 Gipfel einen guten Ruf zu verteidigen. Die Bilder aus der 
 Elbphilharmonie und der Straßenproteste mit bis zu 80.000 Menschen gingen
  um die ganze Welt. Wir haben zwar keine Millionen und Sponsoren\, aber tr
 otz Gentrifizierung immer noch widerständige Nachbar*innen\, viele Freund
 *innen und so großmäulig wie der Senat können wir im Schanzenviertel un
 d auf St. Pauli schon lange.  
LOCATION:Schanzenviertel
SUMMARY:Schanzenfest
URL;VALUE=URI:https://sperrstunde.org/events/2026-05-23-schanzenfest
END:VEVENT
END:VCALENDAR
