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DESCRIPTION:Seminarleitung: Norbert Holtz\, freiberuflicher Bildungsreferen
 t\nDer Nahost-Konflikt hat mit dem Überfall der Hamas auf den Süden Isra
 els am 7. Oktober 2023 und dem seitdem stattfindenden Angriffen Israels au
 f den Gazastreifen eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Die israelisch
 en Angriffe wurden von Südafrika u. a. Staaten vor dem internationalen Ge
 richtshof mit dem Vorwurf des Völkermords zur Anklage gebracht. Auch die 
 Nachbarstaaten Libanon\, Syrien\, Jemen und aktuell vor allem der Iran sin
 d durch die Angriffe Israels und andererseits der mit dem Iran verbündete
 n Milizen in den Konflikt einbezogen.\n\nDoch die aktuelle Eskalation hat 
 eine lange Vorgeschichte. Die ersten jüdischen Siedler_innen kamen schon 
 vor dem Ersten Weltkrieg in das damals noch osmanische Palästina. 1916 ve
 rsprachen die Briten den Arabern für Unterstützung im Kampf gegen die os
 manische Türkei\, den Wunsch nach einem unabhängigen und geeinten arabis
 chen Königreich zu unterstützen\, zu dem auch Palästina gehören sollte
 . 1917 sicherten die Briten dagegen der zionistischen Bewegung die Unterst
 ützung für „eine nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Pal
 ästina“ zu. Dabei betonten sie gleichzeitig\, dass „nichts geschehen 
 soll\, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nichtj
 üdischen Gemeinschaften in Palästina (…) in Frage stellen könnte“.\
 n\nWir wollen in diesem Workshop zunächst auf die weiteren Etappen des j
 üdisch-palästinensischen Konfliktes eingehen. Zur Analyse der vielfälti
 gen Facetten des Nahostkonfliktes gehören auch die Faktoren\, die innerha
 lb der israelischen Gesellschaft militärisches Handeln gegenüber einer F
 riedensorientierung begünstigen. Hier ist zu fragen\, wie im Wechselspiel
  dazu das Erstarken radikal islamischer Kräfte auf palästinensischer Sei
 te erfolgte. Aktuell geht trotz offiziellem Waffenstillstand der Krieg in 
 Gaza de facto weiter. Vor diesem Hintergrund wollen wir Dilemmata der aktu
 ellen Nahostkonfrontation ansprechen.\n\nNach dem Zweiten Weltkrieg\, als 
 viele ehemalige Nazis in CDU und FDP untergekommen waren\, war es die poli
 tische Linke\, die in Deutschland eine Aufarbeitung der NS-Verbrechen\, in
 sbesondere der Shoah einforderte. Dabei wurde das von der Arbeitspartei ge
 prägte Israel\, das als sozialistische Gründung galt\, zu einem politisc
 hen Bezugspunkt. Die strukturellen Veränderungen in der israelischen Gese
 llschaft\, die wir auf diesem Workshop diskutieren wollen\,  und die aktue
 lle Politik der israelischen Regierung haben zu einer Entfremdung von Teil
 en der deutschen politischen Linken von Israel geführt.\n\nWir fragen: wi
 e kann eine politische Positionierung in Deutschland zu Israel inhaltlich 
 aussehen\, die sowohl das mit dem Jahrhundertverbrechen der Shoah begründ
 ete Existenzrecht Israels einschließt\, hier gleichzeitig im Hinblick auf
  die Entwicklung im Nahen Osten einen Querbezug zur Universalität der Men
 schenrechte herstellt und damit gerade auch für die politischen\, soziale
 n und wirtschaftlichen Rechte derjenigen eintritt\, die gegenwärtig Haupt
 betroffene der auf eskalierende militärische Gewalt setzenden Regierung N
 etanjahus sind.\n\nWir wollen diskutieren\, wie eine konstruktive auf Dees
 kalation und Frieden ausgerichtete Position zum Gaza-Krieg in der deutsche
 n Zivilgesellschaft aussehen könnte. Welche Forderungen könnten dementsp
 rechend an die deutsche Regierungspolitik gerichtet werden? Wie kann es ge
 lingen unterschiedliche historische Erfahrungen der Unterdrückung anzuerk
 ennen\, ohne geschehenes Unrecht zu hierarchisieren oder zu relativieren?\
 n\nSeminarleitung: Norbert Holtz\, freiberuflicher Bildungsreferent\n\nAnm
 eldung erforderlich: https://gstoo.de/WorkshopNahost
LOCATION:Fabrique des Gängeviertel
SUMMARY:Der Gaza-Krieg\, seine Vorgeschichte und seine Bewertung in Deutsch
 land
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 e-vorgeschichte-und-seine-bewertung-in-deutschland
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