'Der lange Atem'
Film zur Antimilitaristische Opposition und Wiederbewaffnung in Westdeutschland 1945–1955

„Die Bundesregierung erklärt ihre feste Entschlossenheit, die Neubildung irgendwelcher Streitkräfte zu verhindern.“
Der Film DER LANGE ATEM dokumentiert den Weg von der unmittelbaren Nachkriegserfahrung zur Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Tonaufnahmen, Fotos und Wochenschauausschnitte verbinden sich mit den Erinnerungen des Zeitzeugen Oskar Neumann, der als politischer Widerstandskämpfer im KZ inhaftiert war und später die KPD im Münchner Stadtrat vertrat.
Im Mittelpunkt stehen die antimilitaristische Opposition der frühen Bundesrepublik, die Debatten um die Wiederbewaffnung und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1956. Die Zerstörungen und Verheerungen des Zweiten Weltkriegs waren noch unmittelbar präsent.
Regisseur: Christoph Boekel (geb. 1949, Münchner Hochschule für Fernsehen und Film)
Dozent an der Deutschen Film & Fernsehakademie Berlin (1981-82)
Gründungsmitglied/Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm“
Ausgezeichnet u.a. auch „Die Spur des Vaters“ (1989 Marler Gruppe beim Adolf-Grimme-Preis und Egon-Erwin-Kisch-Preis), „Verstrahlt und vergessen — Tschernobyl und die Folgen“ (2006)